Der Kanzler wurde mit Buhrufen und Pfiffen empfangen: Friedrich Merz hat das Waldbrandgebiet in der Eifel besucht – und wendete sich an Leugner des Klimawandels.

22.08.2026, 20.16 Uhr

Kanzler Merz in Hürtgenwald: »Ich spreche mit denen, die helfen«

Zwei Tage nach der Löschung des Waldbrands in der Eifel hat Friedrich Merz die betroffene Gemeinde im Hürtgenwald besucht. »Ich will allen Leugnern des Klimawandels sagen: Schauen Sie sich das ​genau an, was hier passiert ist«, sagte Merz. »Das ist der Klimawandel. Wir werden alles tun, ⁠um den ⁠Klimawandel zurückzudrängen, aber wir müssen auch mit dem Klimawandel leben.«

Darauf vorbereitet zu sein, sei eine Aufgabe des Bundes, der Länder und ‌der Gemeinden, so Merz weiter. Man werde genau analysieren, was gut gelaufen sei und besser werden müsse. Das Bundeskabinett solle in der kommenden Woche dazu beraten. So seien etwa die »Kommunikationsverbindungen« verbesserungswürdig.Der Auftritt war der erste des Bundeskanzlers nach seinem Sommerurlaub. Für den späten Besuch war er teilweise kritisiert ​worden. Mehrere Vertreter der nordrhein-westfälischen Landesregierung hatten das Brandgebiet von Hürtgenwald bereits besucht. Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) unterbrach dafür vor einer Woche seinen Urlaub in der Lüneburger Heide.