Beim Besuch im Hürtgenwald wird Bundeskanzler Friedrich Merz mit Buhrufen empfangen. Er verteidigt sein spätes Kommen und spricht über den Klimawandel.
Zurück aus der Sommerpause: Friedrich Merz bei seinem ersten öffentlichen Auftritt im Hürtgenwald
Christoph Reichwein/dpa
Ein herzliches Willkommen sieht anders aus: Schon am Ortseingang von Gey, einem Ortsteil der Gemeinde Hürtgenwald in NRW, steht auf einem Schild: „Kein Kanzler nötig für echte Hilfe“. Der Bundeskanzler Friedrich Merz kommt an diesem Samstag, um den Einsatzkräften für ihren Kampf gegen den verheerenden Waldbrand zu danken. Es ist sein erster öffentlicher Termin nach seiner Sommerpause. Für viele Anwohner:innen kommt er zu spät.
Zahlreiche Menschen haben sich in Gey versammelt, um den Besuch des Kanzlers zu verfolgen. Unter ihnen ist auch Markus Clemsee. Ihn ärgert, dass bislang zu wenig über den Klimawandel gesprochen wurde. Vor allem findet er aber, dass der Kanzler früher hätte kommen müssen. „Als alle Helfer letzten Samstag hier waren und es gebrannt hat, war Merz immer noch in seinem Urlaub“, sagt er. Nun kommt Merz eine Woche später und das Feuer im Hürtgenwald ist seit zwei Tagen gelöscht.










