Vordem Berliner Volksbad protestieren Hunderte für sichere Räume von schwarzen Personen. Rechte Streamer versuchen, die Demo zu stören.

Vor der Berliner Volksbühne demonstrieren am Freitag über 300 Menschen gegen die Absage eines Schwimmnachmittags nur für Schwarze. Rosalina Koch, eine der Organisatorinnen, sagt mit klarer Stimme ins Mikrofon, sie sei wütend auf jene, die immer noch Erklärungen erwarteten, warum Schwarze sichere Räume brauchten. Daneben, vor den Stufen des Hauses, das Volksbad – ein temporär aufgebautes Schwimmbecken, 25 Meter lang, fünf Meter breit. Eine Woche zuvor war dort aus Sicherheitsgründen ein Badenachmittag für schwarze Kinder und Jugendliche abgesagt worden.

Während sie spricht, führen hinter ihr mehrere Polizisten einen jungen Mann in gelber Warnweste aus dem Awareness-Team der Veranstalter ab. Sofort rennen Demonstrierende hinterher. Die Beamten bringen den Mann an einem Polizeiwagen vorbei auf den Gehweg zwischen einem Café und einem Baustellenzaun.

Die Menge folgt ihnen, bis weitere Polizisten vor den Demonstrierenden eine Mauer bilden. Insgesamt sind etwa 17 Beamtinnen und Beamte bei dieser Maßnahme involviert. Aus der anwachsenden Menge, die sich vor der Kette der Polizei sammelt, branden Sprechchöre: „You are not alone, you are not alone!“