Es gibt kaum Verschnaufpausen: Mitte Juni 2026 legte das Institut Allensbach Umfrageergebnisse vor, die das erhebliche Ausmaß von Gewalt im Berliner Schulalltag belegen. Erneut folgte eine Achterbahnfahrt der öffentlichen Debatte – ohne erkennbares Ziel.

Katharina Günther-Wünsch (CDU), Berliner Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, und Steffen de Sombre vom Institut für Demoskopie Allensbach bei der Vorstellung des Berliner Konflikt- und Gewaltbarometers

© Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Für unsere Artikelserie ist ein zweiter Befund besonders relevant: Sekundarschulen ohne gymnasiale Oberstufe schneiden erschreckend schlecht ab. Nur 13 Prozent der Gymnasiallehrkräfte nennen Gewalt als Problem – bei den 78 befragten Sekundarschulen ohne Oberstufe gibt es dagegen keine einzige, die ihren Alltag als gewaltfrei beschreibt. Ein deutlicher und weiterer Hinweis auf deren strukturelle Benachteiligung.

Brennpunkt Parteien – alte Rezepte, neue Ratlosigkeit?