Trump mit Ehefrau Melania am Donnerstag im Rosengarten des Weißen Hauses: zunehmend unwirsch

Günstiges Rinderhack: Das ist die neueste Idee, mit der Donald Trump um die Gunst der Wähler wirbt. Durch eine vorübergehende Lockerung der Zölle will der US-Präsident die Hack-Importe erhöhen und so die Preise an der Fleischtheke drücken. Doch obwohl die Amerikaner unter einer hohen Inflation leiden, gibt es an dem Vorstoß viel Kritik, vor allem von Bauern und Viehzüchtern. Sie stehen traditionell eher Trumps Republikanern nahe und befürchten jetzt sinkende Einnahmen.

Die Hack-Kontroverse ist symptomatisch: Bei den Zwischenwahlen im November droht die Republikanische Partei die Kontrolle über eine oder beide Kammern des Kongresses zu verlieren. Der Kongress ist das amerikanische Parlament. Eine Schlappe würde Trumps Möglichkeiten einschränken, in den letzten beiden Jahren seiner Amtszeit seine Agenda voranzutreiben. Der US-Präsident reagiert im Vorfeld mit Aktionismus, der häufig ins Leere läuft.

In der Außenpolitik hakt es gewaltigAuch Trumps ehrgeizige außenpolitische Agenda scheint ins Stocken geraten zu sein. Der Iran-Konflikt befindet sich in einer kostspieligen Pattsituation, Krisen von der Ukraine bis zum Gazastreifen sind nach wie vor ungelöst. Diese Rückschläge sind bemerkenswert für einen Präsidenten, der im Januar 2025 seine zweite Amtszeit mit dem Versprechen begann, ein »Friedensstifter« zu sein und der die Lösung internationaler Konflikte zu einem Kernpunkt seiner Agenda machte.