Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) hat Spekulationen über mögliche Überläufer aus der CDU zur AfD nach der Landtagswahl zurückgewiesen.„Ich kenne alle Kandidatinnen und Kandidaten, und es wird nicht passieren“, sagte der CDU-Spitzenkandidat im „Politico“-Podcast „Berlin Playbook“. „Wir wurden fünf Jahre lang jeden Tag im Landtag beschimpft, wie schlecht wir sind und was wir alle angeblich nicht können, von der AfD.“ Warum solle da jemand zur AfD wechseln? „Das ist doch Quatsch!“Zwei Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt liegt die CDU in Umfragen teils fast 20 Prozentpunkte hinter der AfD. Zuletzt sorgte ein CDU-Kommunalpolitiker aus Sachsen-Anhalt für Unruhe, der insgesamt 10.000 Euro an die AfD gespendet und eine Wahlempfehlung für die Partei ausgesprochen hatte. Die AfD ist in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextreme Bestrebung eingestuft. Klingbeil sieht nach AfD-Spende Klärungsbedarf Nach der Spende des CDU-Kommunalpolitikers an die AfD und einer Wahlempfehlung für die Partei sieht SPD-Chef Lars Klingbeil Klärungsbedarf bei der CDU. „Ich würde als Parteivorsitzender solche Dinge in meiner Partei sehr ernst nehmen und das muss geklärt werden“, sagte Klingbeil am Rande eines Wahlkampftermins in Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt.Auf die Frage, ob er Kanzler Friedrich Merz (CDU) noch vertrauen könne, wenn dieser sage, es gebe keine Zusammenarbeit mit der AfD, antwortete Klingbeil: „Er hat es immer wieder deutlich gemacht. Ich glaube ihm das auch. Und trotzdem gibt es natürlich diese Vorfälle, und das muss innerhalb der CDU aufgearbeitet werden.“Mit Blick auf die schwarz-rote Koalition betonte Klingbeil: „Wir kämpfen für demokratische Mehrheiten. Das nochmal, das glaube ich Friedrich Merz, das glaube ich (CSU-Chef) Markus Söder. Da gibt es eine feste, tiefe Überzeugung, dass man nicht mit der AfD zusammenarbeitet.“ (dpa)