PfadnavigationHomePolitikDeutschlandMinisterpräsident SchulzeÜberläufer zur AfD nach der Wahl? „Für die CDU kann ich das ausschließen“Stand: 05:04 UhrLesedauer: 3 MinutenAfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (l.), Ministerpräsident Sven Schulze (CDU)Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert/dpaKein Christdemokrat werde nach der Wahl Mehrheitsbeschaffer für die AfD, garantiert Ministerpräsident Schulze (CDU). Außerdem kritisiert er die „Brandmauer“-Debatte seiner Partei als „nicht hilfreich“.Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) schließt aus, dass eine Mehrheit für die AfD nach der Landtagswahl durch Überläufer aus den eigenen Reihen entstehen werde. „Für die CDU kann ich das ausschließen. Ich kenne alle Kandidatinnen und Kandidaten, und das wird nicht passieren“, sagte Schulze im „Berlin Playbook Podcast“ von „Politico“. Er könne dies garantieren, „weil die Kandidatinnen und Kandidaten für die CDU antreten“, so Schulze. „Diese Kandidaten haben vor, die CDU-Politik umzusetzen und nicht eine andere.“ Schulze betonte in dem Gespräch, er wolle eine schnelle Wahl eines Ministerpräsidenten im Landtag in der neuen Legislaturperiode. „Ich möchte, dass die Wahl des Ministerpräsidenten schnell auf der Tagesordnung steht.“Lesen Sie auchZuvor hatte ein Vorgang in der CDU Sachsen-Anhalt für Aufsehen gesorgt: Ein Ortsbürgermeister machte öffentlich, dass er 10.000 Euro an die AfD gespendet habe und zur Wahl der Partei aufrufe. Das „finde ich nicht gut“, sagte Schulze dazu.Zudem kritisierte Schulze die eigene Partei für die interne Debatte um die „Brandmauer“ zur AfD im Wahlkampf. „Ich denke schon, dass manche Themen und die Brandmauer-Debatte, so wie sie teils geführt wurde, für uns echt nicht hilfreich waren.“ Er selbst vertrete eine andere Meinung zu dem Thema und benutze das Wort „Brandmauer“ nicht, sagte der CDU-Politiker. Man müsse sich „die Zeiten angucken“, sagte Schulze. „Als der Beschluss befasst wurde, hatten wir eine ganz andere Zeit.“Der Landesregierungschef betonte, wie schwierig die Aufgabe im Wahlkampf für ihn sei. „Das ist aus meiner Sicht der härteste Wahlkampf, den ein Bundesland in Deutschland überhaupt jemals gemacht hat“, sagte er. „Weil wir gerade extrem unterm Brennglas stehen. Ganz Europa schaut auf uns.“ Eine Regierungsbildung gegen die AfD werde sehr kompliziert. „Das wird insgesamt, wenn die Umfrageergebnisse zu einem Wahlergebnis werden, dann wird es wirklich schwer, ja.“Lesen Sie auchEr mache sich viele Gedanken über die historische Dimension der Wahl, betonte Schulze in dem Podcast. „Es ist nicht nur, dass man morgens damit aufwacht, sondern man geht ja abends damit auch ins Bett.“ Die Menschen wüssten aber, „wenn man die AfD als absolute Mehrheit verhindern will, dann kann man ja nur der CDU die Stimme geben“.In Umfragen liegt die AfD seit Monaten weit vor der regierenden CDU von Schulze und erreicht Werte von mehr als 40 Prozent. Als Wahlziel rief AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund „45 Prozent plus X“ aus. Das Kalkül dahinter: Selbst wenn die AfD keine absolute Mehrheit der Stimmen erreicht, könnte es für die Mehrheit der Sitze langen, wenn genug andere Parteien an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.
Sachsen-Anhalt: Überläufer zur AfD nach der Wahl? „Für die CDU kann ich das ausschließen“ - WELT
Kein Christdemokrat werde nach der Wahl Mehrheitsbeschaffer für die AfD, garantiert Ministerpräsident Schulze (CDU). Außerdem kritisiert er die „Brandmauer“-Debatte seiner Partei als „nicht hilfreich“.











