Im Herbst 1989 gingen zehntausende Menschen in der DDR gegen den Machtanspruch der SED auf die Straße. In Leipzig verlangten sie, selbst über die politischen Verhältnisse entscheiden zu können. Freie Wahlen wurden zum zentralen Ziel der Montagsdemonstrationen.
37 Jahre später ist Deutschland eine gefestigte Demokratie und Sachsen-Anhalt selbstverständlich nicht die DDR. Trotzdem versuchen wenige Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt manche Einflüsterer, dem Volk zu sagen, was es dürfe und was nicht.
Dabei darf es eine Partei wählen, die andere für gefährlich halten. Es darf eine Regierung abwählen, die seit Jahren regiert. Und es darf politische Verhältnisse verändern, von denen viele in Berlin, Hamburg, Frankfurt oder München meinen, dass sie besser nicht verändert werden sollten.
Sachsen-Anhalt steht vor historischem Machtwechsel
In Sachsen-Anhalt ist diese Veränderung zum Greifen nahe. Die AfD liegt in Umfragen weit vor der CDU. Ulrich Siegmund könnte die Partei zu ihrer ersten absoluten Mehrheit führen. Ein solcher Machtwechsel wäre ein politisches Erdbeben mit Auswirkungen weit über Sachsen-Anhalt hinaus.









