Seit rund 20 Jahren liefert das mit drei Teleskopen ausgestattete, unbemannte Himmelsobservatorium »Swift« wichtige Forschungsdaten. Der Satellit ist zwar in gutem Zustand, droht aber abzustürzen, unter anderem wegen starker geomagnetischer Stürme, die durch Sonnenausbrüche ausgelöst wurden. Eine beispiellose Mission der US-Raumfahrtbehörde Nasa zur Rettung eines Forschungssatelliten ist nun gescheitert.
»Das ist nicht das Ergebnis, auf das wir hingearbeitet haben, aber es ändert nichts daran, warum es das wert war, diese Mission zu versuchen«, sagte Nasa-Chef Jared Isaacman. Wie die Weltraumagentur weiter mitteilte, habe es ein Problem mit der Steuerung des unbemannten Schleppraumschiffs »Link« gegeben. Es solle sich dem Himmelsobservatorium zu Forschungszwecken aber trotzdem noch nähern.»Swift« wird wohl abstürzen und verglühen2004 war »Swift« vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral aus ins All gebracht worden und hatte seitdem vor allem gewaltige Energieausbrüche im Universum untersucht, sogenannte Gammablitze. Wegen der zentralen Bedeutung der von dem Himmelsobservatorium gelieferten Forschungsdaten hatte sich die Nasa kurzfristig für die Rettungsmission entschieden.
Bei einem Erfolg hätte der derzeit im Energiesparmodus laufende Forschungssatellit möglicherweise ab Herbst wieder Daten liefern können – und das den Erwartungen der Wissenschaftler zufolge möglicherweise noch für etwa fünf Jahre oder mehr. Die Rettungsmission galt allerdings bereits vorab als herausfordernd und riskant. Nach ihrem Scheitern werde »Swift« nun wohl noch in diesem Jahr in die Erdatmosphäre stürzen und verglühen, hieß es von der Nasa.














