Die beispiellose Mission zur Rettung des Weltraumteleskops Swift der NASA ist gescheitert: Es wird keinen Versuch mehr geben, dessen Orbit anzuheben. Damit kann auch nicht mehr verhindert werden, dass das Gerät höchstwahrscheinlich schon in wenigen Monaten abstürzen wird, teilte die US-Weltraumagentur jetzt mit.

Zusammen mit dem US-Raumfahrtunternehmen Katalyst ist es ihr demnach nicht gelungen, die anhaltenden Probleme bei der Lageregelung des robotischen Raumfahrzeugs, das Swift retten sollte, zu beheben. Es soll sich dem Neil Gehrels Swift Observatory trotzdem noch nähern und dort wichtige Fähigkeiten für künftige Missionen demonstrieren. Auch deshalb wollen die Beteiligten die Mission nicht als Fehlschlag verstanden wissen. Man sei wissentlich ein hohes Risiko eingegangen und habe viel gelernt.

Rettungsmission in Rekordzeit gestartet

Die Raumsonde LINK von Katalyst wurde am 3. Juli nach einer beispiellos kurzen Vorbereitungszeit gestartet. Danach sollte es sich dem Weltraumteleskop nähern, es greifen und dann in einen höheren Orbit schieben. Die verstärkte Sonnenaktivität hat zuvor dazu geführt, dass die Ausläufer der Erdatmosphäre Swift stärker abbremsen als erwartet, damit rückte jener Punkt immer näher, an dem der Widerstand der Atmosphäre zu stark wird. Im Auftrag der NASA hatte Katalyst deshalb in Rekordzeit sein Raumfahrzeug fertiggestellt und gestartet. Bis zum etwas verspäteten Start sah alles gut aus, danach begannen aber die Probleme.