Selbst das WM-Finale steht unter Manipulationsverdacht. Es geht um eine mögliche falsche Abseits-Entscheidung. Der Fußball braucht eine KI-Debatte.
Ferran Torres auf dem Weg zu seinem zweiten Treffer im WM-Finale. Das Tor wird indes wegen vermeintlichem Abseits zurückgenommen
NurPhoto/imago
D ie unangenehme letzte Männer-WM wird noch etwas unangenehmer. Eine Recherche der SZ weckt Zweifel an Entscheidungen beim Finale Spanien gegen Argentinien. Spaniens zweites Tor, das wegen Abseits aufgehoben wurde, soll laut Analyse-Experten kein Abseits gewesen sein. Die Grafik der Fifa sei falsch. Ob absichtlich oder unabsichtlich, ja, das ist nur eine der Fragen.
Die Grafik, die ungewöhnlich spät kam, sei „nicht deckungsgleich mit dem Ausgangsfoto“, so der Vorwurf der Experten. Zum Beispiel seien Hand- und Armhaltungen der Spieler dort anders als in echt. Eine „vertikale Verzerrung“ sei falsch berechnet. Der Vorwurf geht über den Einzelfall hinaus: Die Fifa arbeite bei der halbautomatischen Abseitserkennung mit einem undurchsichtigen System und suggeriere eine Präzision, die es nicht gebe. Das dritte spanische Tor nach angeblichem Foul nebenbei soll auch zu Unrecht aberkannt worden sein.







