In Köpenick fiebern alle Beteiligten dem Saison-Eröffnungsspiel der Frauen in der Bundesliga gegen den FC Bayern (Freitag, 18.20 Uhr) entgegen. Für das Debüt von Marie-Louise Eta an der Seitenlinie des letztjährigen Aufsteigers hat der 1. FC Union Berlin bereits 15.000 Tickets verkauft. Die Trainerin und ihre Mannschaft können sich also auf eine gewaltige Kulisse freuen.Ganz anders sieht das vermutlich im zweiten Heimspiel am 7. September (18 Uhr) gegen Eintracht Frankfurt aus. Wie schon in der Vorsaison hat der DFB die Begegnung beider Vereine im Stadion An der Alten Försterei auf einen Montagabend gelegt. Für alle Anhänger der Berlinerinnen ist es nach der Arbeit schon schwer genug, rechtzeitig ins Stadion zu kommen. Für die Fans der Gäste ist es erst recht ein Ärgernis.

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Auftakt gegen den FC Bayern: Marie-Louise Eta und 1. FC Union Berlin vor Rekord

Die Frankfurter Ultragruppe Nurtriabande, die die Frauenmannschaft seit vielen Jahren unterstützt, hat nun angekündigt, die Partie des dritten Spieltags zu boykottieren und ruft darüber hinaus dazu auf, dass sich andere Fans aus Protest anschließen. „Wie durch unseren ausgiebigen Protest in der letzten Saison bekannt sein sollte, lehnen wir Montagsspiele in unserer Liga grundsätzlich immer ab. Dennoch haben wir diese selbst bislang nie boykottiert und an der Idee festgehalten, dass wir durch unseren Protest Änderungen bewirken oder weiter auf das Thema aufmerksam machen können. Weil wir den Support unserer Spielerinnen über den Protest gestellt haben, versuchten wir immer das Beste aus der Situation zu machen“, heißt es zunächst in einem Statement in den sozialen Medien.„Doch für diese Ansetzung, die nur als Respektlosigkeit gegenüber uns Fans wahrgenommen werden kann, sind wir nicht mehr bereit, Urlaubstage und Krankmeldungen einzusetzen. Berlin ist für uns mit ca. 570 Kilometern nicht nur die weiteste Auswärtsfahrt der Saison; schon im letzten Jahr fand unser Spiel dort an einem Montag statt. Wir spielen nun zum dritten Mal auswärts bei Union, und zum dritten Mal ist das Spiel nicht am Wochenende“, schreibt die Nutriabande weiter und bezieht sich damit auch auf das DFB-Pokalspiel in der vorletzten Saison, das an einem Freitagabend stattfand.