Kaum ein Team war in der vergangenen Saison so nah dran, den FC Bayern München zu bezwingen, wie der 1. FC Union Berlin. Unions Shootingstar der Rückrunde, Lia Kamber, hatte die Eisernen eine Viertelstunde vor Schluss zum Ausgleich geschossen und einen Moment lang lag ein Gefühl im Stadion An der Alten Försterei, das die Fans an eine Überraschung glauben ließ.Über 13.000 Menschen waren zu der Partie gekommen. Und in diesem Augenblick glaubten sie wohl tatsächlich daran, dass ihr Team den Bayerinnen ihre erste Niederlage der Bundesligasaison einschenken könnte.Ein Glaube, der sieben Minuten später Geschichte war. Giulia Gwinn schoss das Siegtor für den FCB, der nach dem Spiel als Meister feststand und die Saison ungeschlagen beendete.

Auftaktspiel in Köpenick

Nun, vier Monate später, kehren die Meisterinnen zurück nach Köpenick und eröffnen am Freitag zu der ungewöhnlichen Anstoßzeit um 18.20 Uhr zu Gast bei Union Berlin die neue Bundesligasaison.Allzu sehr an die Partie im Frühling möchte Unions neue Trainerin Marie-Louise Eta vor dem erneuten Aufeinandertreffen aber nicht denken. „Es wird ein ganz anderes Spiel“, sagte sie am Mittwoch auf der Pressekonferenz vor dem Duell und dürfte damit in vielen Belangen recht haben.