Südkorea befinde sich in einer »erbärmlichen Lage«, weil es seine »Kriegsspiele« nicht mehr wie geplant weiterführen könne, sagte die Schwester von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un, Kim Yo Jong. Das südkoreanische Militär sei eine »Marionettenarmee, deren Befehlsgewalt in den Händen der USA liegt«, so Kim in der von der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA veröffentlichten Stellungnahme weiter.Dem südkoreanischen Präsidenten Lee Jae-myung warf Kim vor, sich »doppelzüngig« zu verhalten. In Seoul dürften die Äußerungen aufmerksam registriert werden. Das Land muss fürchten, dass sich US-Präsident Donald Trump wieder stärker um einen Dialog mit dem Norden bemüht , obwohl Pjöngjang keinerlei Anstalten macht, seine Drohgebärden einzustellen.

Auf Manöverkürzung folgten nordkoreanische RaketentestsSo hatte Nordkorea etwa am Donnerstag während des noch laufenden gemeinsamen Militärmanövers der USA und Südkoreas offenbar zehn ballistische Kurzstreckenraketen abgefeuert. Sie gingen im Japanischen Meer nieder und sorgten international für Empörung.Pjöngjang verstoße damit gegen Resolutionen des Uno-Sicherheitsrats, gefährde die Sicherheit und Stabilität in der Region und darüber hinaus, erklärte etwa das Auswärtige Amt. Die Bundesregierung verurteile die Raketentests »aufs Schärfste« und fordere Nordkorea auf, die Entwicklung und den Test ballistischer Raketen einzustellen.