In einem Übersichtsbericht fasst Live Science zusammen, wie Astronom:innen und Chemiker:innen in den vergangenen Jahren zahlreiche fundamentale Zutaten für irdisches Leben im Weltraum nachgewiesen haben. Dabei suchen die Wissenschaftler:innen gezielt nach Molekülen, die als Vorläufer für komplexe organische Strukturen wie Proteine, Zellmembranen und genetisches Material dienen. Die Fundorte reichen von Meteoriten über Kometen hin zu dichten interstellaren Gaswolken, in denen neue Sterne entstehen.Anzeige
Definition der präbiotischen Kandidaten
Nicht jedes im All gefundene komplexe Molekül taugt automatisch als Baustein des Lebens. Der Forscher Sergio Ioppolo von der dänischen Universität Aarhus definiert einen sogenannten präbiotischen Kandidaten gegenüber Live Science sehr eng. Es muss sich laut Ioppolo um ein Molekül handeln, das nachweislich auch ohne bereits existierendes Leben entstehen kann und das eine dokumentierte Rolle in einem möglichen Entstehungsweg des Lebens spielt.
Bislang zählen die Expert:innen etwa 30 solcher eindeutig identifizierten Kandidaten im Weltraum. Die genaue Zahl variiert jedoch je nach der exakten Definition der beteiligten Forschungsgruppen. Fest steht, dass diese chemischen Bausteine in unterschiedlichsten Umgebungen unseres Sonnensystems und darüber hinaus existieren.Anzeige






