Wie lässt sich Leben nachweisen? Bestimmte Moleküle allein liefern allenfalls einen Hinweis. Aber Aminosäuren werden auf Asteroiden gefunden, auch Fettsäuren können durch nicht-biologische Prozesse entstehen. Sie können also nicht als Beweis dienen. Ein Team von Forschern aus Israel und den USA glaubt, es sei die Ordnung der Moleküle.

Das Team um Gideon Yoffe vom Weizmann Institute of Science in Rechovot in Israel hat herausgefunden, dass Aminosäuren in einer Probe, die von einem Lebewesen stammt, vielfältiger und gleichmäßiger verteilt sind als in abiotischen oder nichtlebenden Materialien. Bei Fettsäuren ist es genau umgekehrt: Abiotisch erzeugte Fettsäuren sind gleichmäßiger verteilt als solche, die durch biologische Prozesse entstehen.

Die Forscher analysierten für die in Nature Astronomy erschienene Studie rund 100 vorhandene Datensätze mit Aminosäuren und Fettsäuren von Mikroben, aus Böden, Fossilien, Meteoriten, Asteroiden und synthetischen Laborproben. Dabei zeigten sich die eindeutigen Organisationsmuster, die biologische Proben von denen aus nicht-lebender Chemie unterschieden.

Leben erzeugt ein Ordnungsprinzip

„Wir zeigen, dass Leben nicht nur Moleküle produziert“, sagte Ko-Autor Fabian Klenner von der University of California in Riverside (UC Riverside). „Leben erzeugt auch ein Ordnungsprinzip, das wir mithilfe statistischer Methoden erkennen können.“