Alexandria Ocasio-Cortez war einmal die Pionierin junger Progressiver bei den US-Demokraten. Jetzt ist sie gesetzter und die heute Jungen überholen.

Alexandria Ocasio-Cortez mit Bernie Sanders in Washington. Die einstige progressive Pionierin grenzt sich heute von früheren Positionen ab

Tom Williams/Newscom World/imago

In vielerlei Hinsicht hätte dies ein großartiger Sommer für Alexandria Ocasio-Cortez sein können. Ihre Stammpartei, die Democratic Socialists of America, scheinen mit Siegen in Vorwahlen ihren nationalen Durchbruch zu schaffen. Ein ganzer Kader junger progressiver KandidatInnen schickt sich an, nach Washington zu ziehen und dort ihren Flügel, die linke Fraktion der demokratischen Partei, zu stärken. Das, was sie vor acht Jahren als progressive Außenseiterin in der US-amerikanischen Politik mit angestoßen hat, scheint jetzt zur vollen Blüte zu gelangen.

Und doch war es ruhig um AOC in den vergangenen Monaten. Sie unterstützte Zohran Mamdani in New York, den beiden jungen New Yorker Kandidatinnen für das Abgeordnetenhaus, die genau in ihre Fußstapfen traten, versagte sie jedoch ihre formale Billigung. Abdul El Sayed in Michigan bekam von ihr den, ob ihrer Prominenz durchaus wertvollen, Zuschlag. Die sozialistische Gouverneurskandidatin in Wisconsin, Francesca Hong, nicht. Hong verlor knapp die Vorwahl.