»Mit der Annäherung an die AfD hat Sahra Wagenknecht eine Grenze überschritten«, sagte Wolf nun. »Sie geht ja nicht nur inhaltlich auf die extreme Rechte zu, sondern bietet sich ihnen als Machtoption an.«Wolf spricht sich indes gegen eine Kooperation mit der AfD aus. Die rechtspopulistische Partei sei »hochgefährlich«, sie mache »keine Politik für die kleinen Leute«, sondern agiere »rassistisch und frauenfeindlich«.
Wagenknecht hatte angekündigt, das BSW werde den AfD-Spitzenkandidaten in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, bei einer möglichen Wahl im dritten Wahlgang durch Enthaltung nicht daran hindern, Ministerpräsident zu werden. Wolf positionierte sich gegen ein solches Szenario. »Ich warne davor, dass meine Partei einer AfD leichtfertig zur Macht verhilft. Für das BSW kann es keine Verbrüderung mit der AfD geben.«
Wolf stemmte sich zudem gegen Wagenknechts Forderung, die Landesregierung in Thüringen aufzulösen und eine Expertenregierung zu wählen, die mit wechselnden Mehrheiten arbeite. Wagenknecht benutze »das politische Schicksal Thüringens, um Wahlkampfpunkte für Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern zu sammeln«, so Wolf.Hintergrund sind Rücktrittsforderungen gegen Thüringens Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU), gegen den es Plagiatsvorwürfe gibt. Das BSW regiert in Thüringen in einer sogenannten Brombeerkoalition mit CDU und SPD. Die Bundespartei sieht die Koalition in Erfurt seit Langem kritisch und hat im Brombeerbündnis einen zentralen Grund für die schlechten Umfragewerte der Gesamtpartei ausgemacht. Ein Bruch der Koalition in Erfurt könnte dem BSW das Überleben bei den anstehenden Landtagswahlen sichern, so die Hoffnung.










