PfadnavigationHomePanoramaNeue ZahlenRKI geht von bislang 14.000 hitzebedingten Todesfällen ausStand: 10:10 UhrLesedauer: 2 Minuten40 Grad in Berlin-MitteQuelle: Carsten Koall/dpaDie Zahl der Hitzetoten in Deutschland steigt. Nach neuen Schätzungen des Robert-Koch-Instituts starben in diesem Sommer bereits rund 14.000 Menschen an den Folgen der hohen Temperaturen.In Deutschland sind in diesem Sommer bereits schätzungsweise 14.000 Menschen hitzebedingt zu Tode gekommen. Am häufigsten waren dabei Menschen ab 75 Jahren betroffen, wie aus dem am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Die bundesweit erhobenen Zahlen geben Aufschluss über die geschätzte Zahl der Hitzetoten bis zum 9. August. Zuvor hatte das RKI von 12.500 Sterbefällen gesprochen, was von Experten als unterschätzt bewertet wurde.Allein 9600 der 14.000 Menschen starben laut RKI dieses Jahr in der besonders heißen 26. Kalenderwoche, also zwischen dem 22. und dem 28. Juni. Damals hatte es Rekordtemperaturen von mancherorts mehr als 41 Grad Celsius gegeben. Unter den vergangenen zehn Jahren gab es kein anderes, das so viele hitzebedingte Sterbefälle aufwies wie 2026. Der letzte höchste Wert wurde im Jahr 2018 bei geschätzt 8900 hitzebedingten Sterbefällen registriert.Lesen Sie auchDas Ausmaß hitzebedingter Sterbefälle wird mithilfe von statistischen Methoden durch den Vergleich der Zahl von Sterbefällen in Sommerwochen mit und ohne Hitze modelliert. Das ist notwendig, weil Hitze auf Totenscheinen nicht als Todesursache angegeben werden kann und entsprechend auch nicht in der Todesursachenstatistik auftaucht.Nur selten unmittelbarer TodHitze führt etwa nur in seltenen Fällen unmittelbar zum Tod, so beispielsweise durch Hitzschlag. In den meisten Fällen ist es eine Kombination aus hohen Temperaturen und bereits bestehenden Vorerkrankungen wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungen- oder Nierenerkrankungen, die zum Tod führt. Daher wird von hitzebedingten Todesfällen gesprochen.Hitzeperioden führen in Deutschland regelmäßig zu einem Anstieg der Sterblichkeit. Das RKI veröffentlicht zwischen Juni und September wöchentlich einen Bericht über die aktuelle Lage. Parallel veröffentlicht auch das Statistische Bundesamt Daten zur hitzebedingten Sterblichkeit. Dass die Zahlen erst verspätet in der Statistik auftauchen, liegt laut RKI an den Mortalitätszahlen aus den Bundesländern, die erst mit fünfwöchiger Verzögerung berichtet werden.dpa/krö