Gut zehn Jahre nach Beginn der Ermittlungen hat die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft vier ehemalige Mitarbeiter der Commerzbank wegen des Verdachts schwerer Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit Cum-Ex-Geschäften angeklagt. Die Behörde nannte die Bank in einer Mitteilung dazu vom Donnerstag nicht, teilte aber mit, die Beschuldigten seien im Tatzeitraum Mitarbeiter eines Bankinstituts mit Sitz in Frankfurt am Main gewesen. Nach SZ-Informationen handelt es sich um Geschäfte der Dresdner Bank, die 2009 in der Commerzbank aufgegangen ist. Angeklagt sind laut Mitteilung ein 66 und ein 59 Jahre alter britischer Staatsangehöriger, ein 61 Jahre alter Deutscher sowie ein 60 Jahre alter US-Amerikaner. Die Geschäfte sollen zulasten der Staatskasse gegangen sein. Die Commerzbank ließ eine kurzfristige Bitte um Stellungnahme dazu zunächst unbeantwortet.