In letzter Minute: Trump setzt angekündigte Zölle gegen Kanada ausUnmittelbar vor dem geplanten Inkrafttreten neuer Zölle gegen Kanada hat US-Präsident Donald Trump diese für drei Tage suspendiert. Dies verkündete er am späten Dienstagabend nach Verhandlungen beider Seiten in quasi letzter Minute. Bei den Gesprächen sei eine Einigung erzielt worden, die nun noch finalisiert werden müsse, erklärte Trump. Kanadas Regierungschef Mark Carney betonte allerdings, dass noch „wichtige Arbeit“ erledigt werden müsse.Eigentlich sollten um Mitternacht Washingtoner Zeit (Mittwoch 06.00 Uhr MESZ) Zölle von 50 Prozent auf bestimme kanadische Güter in Kraft treten. Ihre Aussetzung kurz vor diesem Termin beruhe „auf der Tatsache, dass Kanada und die USA – vorbehaltlich der Fertigstellung der Dokumente – eine Einigung erzielt haben!“, schrieb Trump in seinem Online-Netzwerk Truth Social. Er selbst hatte mit Kanadas Regierungschef Mark Carney am Dienstag über die drohenden Zölle verhandelt. Zudem war eine kanadische Delegation für letzte Verhandlungen nach Washington gereist. Auch Carney sprach nach den Verhandlungen von wichtigen Fortschritten, betonte aber auch die noch zu leistende Arbeit für eine Einigung. „Es wurden wesentliche Fortschritte erzielt, es ist aber auch noch wichtige Arbeit zu leisten“, erklärte er kurz nach der Suspendierungs-Ankündigung von Trump.Die Erhebung der Importgebühren solle um drei Tage ausgesetzt werden, damit beide Seiten einen Deal für das Öl-Pipeline-Projekt Keystone XL abschließen könnten, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Bei Keystone XL handelt es sich um ein von Trumps demokratischem Amtsvorgänger Joe Biden blockiertes Öl-Pipeline-Projekt. Schon länger hegt der Republikaner Trump den Wunsch, trotz Bedenken von Umweltschützern das Projekt wiederzubeleben.Bei dem eigentlich schon vor Jahren ad acta gelegten Projekt ging es um die 1.900 Kilometer lange Erweiterung der 2010 in Betrieb genommenen Keystone Pipeline, die von der kanadischen Provinz Alberta in die USA führt. Durch die Röhre sollte aus Teersand gewonnenes Öl bis zur Küste am Golf von Mexiko gepumpt werden.Doch Umweltschützer, die auf die Gefahr klimaschädlicher Treibhausgase und befürchteter Lecks verwiesen, hatten mit ihrem jahrelangen Protest gegen die Ölindustrie Erfolg: Obwohl ein Teil der Pipeline im Süden bereits existiert, bliesen die Betreiber und die Regierung von Alberta das XL-Projekt im Juni 2021 ab. Damit endete ein langer und zäher Konflikt, der auch Gerichte und Politiker in den USA und Kanada intensiv beschäftigte.Die Entscheidung des Unternehmens und der kanadischen Provinz kam damals wenig überraschend. Biden hatte die von seinem damaligen Vorgänger Trump erteilte Erlaubnis für den Bau nach Amtsantritt wieder zurückgenommen. Damit folgte er der Linie von Ex-Präsident Barack Obama, der das Projekt – noch bevor Trump 2017 erstmals ins Amt kam – bereits wegen Umweltbedenken untersagt hatte.
Liveticker USA unter Trump: US-Staatsverschuldung jetzt mehr als 40 Billionen Dollar | FAZ
Trumps Zollpolitik ein Grund für Rekordschulden +++ Angekündigte Zölle gegen Kanada in letzter Minute ausgesetzt +++ alle Neuigkeiten im Liveblog






