Vor der Küste der indonesischen Insel Flores ist es zu einem schweren Erdbeben gekommen. Rettungsdiensten zufolge sind mindestens 47 Menschen gestorben. Die Regierung schickt 275 Tonnen Hilfsgüter.

15.08.2026, 18.34 Uhr

Zerstörtes Haus in Ruteng

Ein schweres Erdbeben hat die zu Indonesien gehörende Flores-Insel erschüttert. Die US-Erdbebenwarte (USGS) gab die Stärke mit 7,7 an. Bis zum Nachmittag seien 47 Todesopfer registriert worden, sagte der Leiter der nationalen Katastrophenschutzbehörde ⁠BNPB, Suharyanto, auf einer ⁠Pressekonferenz. Etwa 2000 Menschen seien in sicherere Gebiete geflohen.

Nachbeben erreichten unter anderem die Stärke 6,1 und 5,9. USGS zufolge leben in dem Bereich, der schwere Erschütterungen erlebte, rund 1,5 Millionen Menschen. Zum Ausmaß der Schäden gab es zunächst keine Informationen. »Wir sammeln weiterhin Berichte über Schäden und Opfer, doch es gibt Kommunikationsstörungen«, sagte Rudi Darmoko, der Polizeichef von Ost-Nusa Tenggara. Er erklärte, dass durch das Erdbeben ausgelöste Erdrutsche die Trans-Flores-Autobahn im Regierungsbezirk Ende unterbrochen hätten. Die rund 700 Kilometer lange, asphaltierte Bergstraße durchquert die Insel Flores von Labuan Bajo bis nach Larantuka.