Zerstörtes Haus in Ruteng: Zum Ausmaß der Schäden gab es zunächst keine Informationen

Ein schweres Erdbeben hat die zu Indonesien gehörende Flores-Insel erschüttert. Die US-Erdbebenwarte (USGS) gab die Stärke mit 7,7 an. Mindestens 20 Menschen wurden getötet. »Den Berichten zufolge, die wir erhalten haben, sind 20 Menschen gestorben, sechs weitere wurden verletzt und zwei weitere sind noch verschüttet«, sagte Fathur Rahman von der Such- und Rettungsbehörde der Stadt Maumere der Nachrichtenagentur AFP.

Nachbeben erreichten unter anderem die Stärke 6,1 und 5,9. USGS zufolge leben in dem Bereich, der schwere Erschütterungen erlebte, rund 1,5 Millionen Menschen. Zum Ausmaß der Schäden gab es zunächst keine Informationen. »Wir sammeln weiterhin Berichte über Schäden und Opfer, doch es gibt Kommunikationsstörungen«, sagte Rudi Darmoko ist Polizeichef von Ost-Nusa Tenggara. Er erklärte, dass durch das Erdbeben ausgelöste Erdrutsche die Trans-Flores-Autobahn im Regierungsbezirk Ende unterbrochen hätten. Die rund 700 Kilometer lange, asphaltierte Bergstraße durchquert die Insel Flores von Labuan Bajo bis nach Larantuka.

Das Epizentrum des Bebens lag Behördenangaben zufolge rund 70 Kilometer vor der Nordküste der Flores-Insel, es ereignete sich demnach mit einer Tiefe von rund 10 Kilometern. Indonesische Behörden gaben eine Tsunamiwarnung aus und ordneten die Evakuierung von Küstengebieten an und forderten die Küstenbewohner auf, sich in höher gelegene Gebiete zu begeben. Später hoben sie die Warnung jedoch wieder auf, da die indonesische Behörde für Meteorologie, Klimatologie und Geophysik mitteilte, dass die Überwachungsdaten keine nennenswerten Veränderungen des Meeresspiegels zeigten, die eine Gefahr für die Küstengemeinden darstellten.