Nach dem schweren Erdbeben der Stärke 7,7 auf der indonesischen Insel Flores suchen Rettungskräfte in den Trümmern weiter nach Überlebenden. 38 Menschen sind bei dem Beben ums Leben gekommen, teilte der Leiter der nationalen Katastrophenschutzbehörde BNPB, Suharyanto, am Samstag vor der Presse mit. Eine weitere Person sei laut BNPB in der Region Sikka verletzt worden. Zudem sind Tausende geflohen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Antara News berichtete.Das Beben ereignete sich demnach in einer Tiefe von rund 10 Kilometern, etwa 70 Kilometer nordwestlich des Ortes Ende im Zentrum der Insel. Indonesische Behörden gaben auch eine Tsunami-Warnung aus, die später wieder aufgehoben wurde. Nachbeben erreichten unter anderem die Stärke 6,1 und 5,9. USGS zufolge leben in dem Bereich, der schwere Erschütterungen erlebte, rund 1,5 Millionen Menschen.Ein von der Nachrichtenagentur Reuters verifiziertes Video auf Facebook zeigte, wie Teile eines Gebäudes am Hafen von Maumere auf der Insel Flores einstürzten und Menschen schreiend auf die Straße rannten. Auf Bildern des Senders Kompas TV war zu sehen, wie Patienten aus einem Krankenhaus im Bezirk Ende ins Freie gebracht wurden. „Die meisten Menschen spürten die Erschütterungen und flohen aus ihren Häusern“, teilte die Katastrophenschutzbehörde mit.Die Insel Flores gehört zur indonesischen Provinz Ost-Nusa-Tenggara. Der Westen der Insel mit der Stadt Labuan Bajo ist ein bei Touristen beliebtes Ziel, vor allem als Basis für Ausflüge zum Tauchen, Schnorcheln und für Besuche im Komodo-Nationalpark. Dort leben die Komodowarane – Echsen, die gut zwei Meter lang werden können. Das Zentrum der Insel rund um Ende, rund 300 Kilometer weiter östlich, gilt hingegen als eher abgeschieden und touristisch kaum erschlossen.Flores ist eine der mehr als 17 000 Inseln des Staats in Südostasien. In der geologisch aktivsten Zone der Erde, dem sogenannten Pazifischen Feuerring, kommt es regelmäßig zu Beben und Vulkanausbrüchen.
Mindestens 38 Tote nach schwerem Erdbeben in Indonesien
Rettungskräfte suchen weiter nach Überlebenden, Tausende Menschen sind aus ihren Häusern geflohen.










