Beim größten Waldbrand in der NRW-Geschichte steht am Morgen keine riesige Rauchsäule mehr über dem Hürtgenwald. Die Nacht sei gut verlaufen, sagte Landrat Ralf Nolten am Morgen. Es habe sehr gute Fortschritte bei der Bekämpfung des Brandes gegeben. Heute gehen die Löscharbeiten mit Hubschraubern weiter, sagte Feuerwehrsprecher Peter Berndgen. Nachdem sich der Brandherd in der Nacht nicht vergrößert habe, sei die Lage statisch, teilte auch der Kreis Düren mit.„Wir haben einen frischen böigen Wind hier im Hürtgenwald, das könnte noch mal so ein Punkt sein“, sagte Berndgen. Es gelte aber: „Grundsätzlich starten wir sehr positiv in den Tag.“ Auch der Kreis wies am Morgen darauf hin, dass Winde aus Richtung Norden aufkämen. Wie sich diese auf die Lage auswirken, sei unklar. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) soll der Wind im Laufe des Tages zunehmen. Dabei bleibt der Wind aber eher schwach bis mäßig bei Geschwindigkeiten zwischen etwa zwölf bis 28 Kilometer pro Stunde. Mit Regen können die Einsatzkräfte im Kampf gegen den großen Waldbrand nicht rechnen.Man wolle mit der Brandbekämpfung jetzt immer mehr zur Mitte des Waldbrands vorstoßen. „Was denn möglich ist unter den Rahmenbedingungen: Wir sind auf einer Munitionsverdachtsfläche“, sagte Berndgen. Im Hürtgenwald liegen noch viele Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg, weil dort Ende 1944 eine große Schlacht im Zuge des Vorrückens der Alliierten stattgefunden hatte.Berndgen sagte, die Kräfte würden im Laufe des Tages noch einmal deutlich erhöht. Um die Mittagszeit würden voraussichtlich zehn, elf Hubschrauber gleichzeitig im Einsatz sein. „Ich denke, da gibt's kaum vergleichbare Lagen, wo so massiv Hubschraubereinsatz stattgefunden hat.“ Darüber hinaus gehe es jetzt um einige „Neben-Baustellen“, etwa eine Optimierung der Wasserversorgung für die Feuerwehr. „Wir bauen etwa Zufahrtmöglichkeiten zu den Talsperren“, sagte Berndgen. „Wir sind ja da in einem Waldgebiet unterwegs, wo sonst halt niemand auch hinfährt.“Seit Donnerstagnachmittag kämpfen in der Eifel Hunderte Einsatzkräfte gegen die Flammen. Nach Angaben des Kreises Düren sind etwa 300 Hektar Wald von dem Brand betroffen. Mit mehreren Löschhubschraubern gehen die Einsatzkräfte gegen das Feuer vor. Insgesamt seien nun 1400 Kräfte im Einsatz. Auch Wasserwerfer der Polizei würden eingesetzt.
Waldbrand in NRW: Feuerwehr erzielt Fortschritte bei Bekämpfung des Feuers
Die Lage im Hürtgenwald hat sich über Nacht stabilisiert. Doch der Wind könnte die Einsatzkräfte vor neue Herausforderungen stellen.












