Eigentlich war es als ein angenehm spätsommerlicher Termin geplant: Die CDU-Fraktion des Thüringer Landtages trifft sich kommende Woche Mittwoch in Osthausen-Wülfershausen, bei der dortigen Schokoladenfabrik Goldhelm von Chocolatier Alexander Kühn. Dort wollte man das zwar nicht bestätigen, ein Dementi gab es aber auch nicht.

Die Fraktionssitzung in Süddthüringen war wohl schon länger dort geplant, es ist der Wahlkreis von CDU-Landtagsfraktionschef Andreas Bühl. Und damit ist auch schon der erste Name im Spiel, wenn es darum geht, wer denn bei einem Rücktritt des CDU-Ministerpräsidenten Mario Voigt wohl dessen Stuhl einnehmen wird. Dessen Demission war vor allem nach der Ablehnung des Widerspruchs zum Entzug seines Doktorgrades immer häufiger thematisiert worden.

Die Rufe nach einem Rücktritt kommen denn längst nicht mehr nur aus dem BSW-Bundesvorstand. Die Partei ist in Thüringen Koalitionspartner von CDU und SPD in der „Brombeer-Koalition“, wobei dem Thüringer Landesverband eine gewisse Distanz zur Bundesführung um „BSW-Übermutter“ Sahra Wagenknecht nachgesagt wird.

Angebot von Höcke an das BSW wird abgelehnt

Deshalb waren Finanzministerin Katja Wolf und ihre Getreuen in Thüringen auch nicht begeistert, als AfD-Fraktionschef Björn Höcke diese Woche anbot, das BSW-Aushängeschild bei einer möglichen Ministerpräsidentenwahl nach einem von seiner Partei angestrebten Misstrauensvotum zu unterstützen. Dies wurde rundweg abgelehnt. Doch auch in der CDU gärt es, hört man.