PfadnavigationHomePanoramaArtikeltyp:LivetickerFeuer wütenWaldbrand in der Eifel nicht unter Kontrolle – Feuerwehr rechnet mit tagelangem EinsatzStand: 22:55 UhrJohann G. Goldammer, Direktor des Global Fire Monitoring Center, erklärt, warum der Waldbrand in der Eifel „nicht verwunderlich“ sei und die Bedeutung schneller Branddetektion immer wichtiger werde: „Solche Situationen werden wir immer häufiger haben.“Ein Großbrand bei Hürtgenwald in der Eifel hält die Einsatzkräfte im Dauereinsatz. Die Feuerwehr stellt sich auf einen tagelangen Einsatz ein. Auch in anderen Regionen Deutschlands brennt es. Mehr im Liveticker.Mehrere Waldbrände wüten in Deutschland und weiteren Ländern Europas. Besonders gefährlich ist die Lage hierzulande in der Eifel: Das Feuer bei Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen ist weiterhin nicht unter Kontrolle.Alle Entwicklungen rund um die Waldbrände im Liveticker: 15:45 Uhr – Freitag, 14. AugustWaldbrand bei Hürtgenwald weiter nicht unter KontrolleDie Lage beim großen Waldbrand bei Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen ist weiterhin nicht unter Kontrolle. Einer Sprecherin des Landkreises Düren zufolge konzentrierten sich die Einsatzkräfte am Freitagnachmittag weiterhin darauf, ein Übergreifen der Flammen auf den in der Nacht geräumten Ortsteil Gey zu verhindern. Der Brand befand sich nach Angaben der „Bild“ teilweise nur 10 Meter von den ersten Häusern der Siedlung entfernt. Die Behörden sprechen von 150 bis 200 Metern, die zwischen dem Brand und dem Ort liegen.20:36 Uhr – Freitag, 14. August200 Einsatzkräfte als Ablösung im HürtgenwaldRund 200 frische Einsatzkräfte sind am Abend im Hürtgenwald eingetroffen, um Feuerwehrleute im Waldbrandgebiet nach einem 24-Stunden-Einsatz abzulösen. Insgesamt 46 Fahrzeuge von Einheiten aus Leverkusen, dem Rheinisch-Bergischen-Kreis und dem Oberbergischen Kreis hätten sich auf den Weg gemacht, teilte die Lagedienstführung der Feuerwehr Leverkusen mit. Auch Kräfte von Hilfsorganisationen unterstützen die Feuerwehren. Die Bereitschaftskräfte sollen bis Samstagmorgen vor Ort eingesetzt werden.Nach Angaben des Kreises Düren sind aktuell rund 400 Kräfte von Feuerwehr, Polizei, THW und dem Landesbetrieb Wald und Holz im Einsatz.Einsatzkräfte der Feuerwehr warten auf der B399 bei Hürtgenwald-GeyQuelle: Harald Tittel/dpa20:30 Uhr – Freitag, 14. AugustKeine Evakuierung von Langenfeld und Arft wegen WaldbrandDie Orte Langenfeld und Arft im Rheinland müssen wegen des großen Wald- und Flächenbrandes nicht evakuiert werden. Das sagte Landrat Marko Boos bei einer Pressekonferenz. Allerdings wurden bei dem Einsatz sieben Feuerwehrleute leicht verletzt. Die rund 900 Bewohnerinnen und Bewohner von Langenfeld und Arft können nun aufatmen. „Gott sei Dank mussten wir diese Maßnahmen nicht umsetzen“, sagte Rainer Nell, Brand und Katastrophenschutzinspekteur des Kreises.Ein Großaufgebot der Feuerwehr bekämpft einen Waldbrand bei LangenfeldQuelle: Thomas Frey/dpa19:50 Uhr – Freitag, 14. AugustFünf Menschen in Hürtgenwald verletztBeim Brand in Hürtgenwald sind bis Freitagabend fünf Menschen verletzt worden. Eine ältere Person habe Herzprobleme bei der Evakuierung bekommen, sagte Landrat Ralf Nolten (CDU) der dpa. Außerdem seien vier Einsatzkräfte leicht verletzt. Darunter seien eine Schnittverletzung und Kreislaufprobleme.19:25 Uhr – Freitag, 14. AugustDobrindt: Bilder von Waldbränden in NRW „verheerend“Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat die Bilder der Waldbrände in Nordrhein-Westfalen als „verheerend“ bezeichnet und den Einsatz der Helfer gewürdigt. „Alle Einsatzkräfte leisten unter schwierigsten Bedingungen Herausragendes, um die Flammen zu bekämpfen, Menschen zu schützen, Schäden zu begrenzen. Zusätzlich zu Feuerwehren, Landespolizei und Bundeswehr ist die Bundespolizei mit ihrer Fliegerstaffel im Einsatz, das THW hilft bei Logistik und Einsatzkoordinierung.“ Quelle: Sebastian Gollnow/dpa18:36 Uhr – Freitag, 14. AugustWaldbrand bei Langscheid: Flammen weitgehend unter KontrolleDer große Wald- und Wiesenbrand bei Langscheid im Landkreis Mayen-Koblenz ist nach Angaben der Feuerwehr „weitestgehend unter Kontrolle“. Momentan werde weiterhin an verschiedenen Feuerfronten gearbeitet, sagte Michael Hartung von der Feuerwehr. Es sei zwar im Großen und Ganzen unter Kontrolle, doch es gebe immer wieder ein Aufflammen und Glutherde. „Wir werden sehr gut unterstützt von Leuten und Landwirten.“ Ihm sei derzeit kein Szenario bekannt, dass irgendetwas evakuiert werden müsse.17:35 Uhr – Freitag, 14. AugustDeutschland bei Waldbränden nur bedingt vorbereitet, sagt ExperteDeutschland ist nach Einschätzung des Waldbrandexperten Ulrich Cimolino nur bedingt auf größere Vegetationsbrände vorbereitet. Eine Stärke sei das flächendeckende Feuerwehrsystem. „Wir schaffen es, sehr viele Feuer kleinzuhalten, weil wir Feuerwehr in der Fläche haben“, sagte der Vorsitzende des Arbeitskreises Waldbrand im Deutschen Feuerwehrverband (DFV) der Deutschen Presse-Agentur. Schwierig werde es bei dynamischen Lagen: Kämen etwa Wind als treibender Faktor und die Topographie zusammen, könnten Brände schnell eskalieren. Vegetationsbrände seien anders als andere Brände, dafür brauche es geschulte Einsatzkräfte. Defizite sehe der Experte vor allem bei der Ausbildung, sagte er. Es gebe keine nennenswerten zentralen Aus- und Fortbildungsstätten, die Taktik und Technik weiterentwickelten.17:15 Uhr – Freitag, 14. AugustToter bei Waldbrand in KroatienNach dem verheerenden Waldbrand an Kroatiens Adriaküste hat die Polizei in dem ausgebrannten Gebiet eine Leiche gefunden. Mindestens 40 weitere Menschen wurden nach offiziellen Angaben verletzt.16:39 Uhr – Freitag, 14. AugustMinisterin: Waldbrand ist größter in NRW-GeschichteDer Waldbrand im Hürtgenwald ist nach Einschätzung der Landesregierung der größte in der Geschichte von Nordrhein-Westfalen. „Wir wüssten zumindest nicht, dass es einen Waldbrand gab, der daran herangereicht hat“, sagte NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (CDU) bei einem Besuch der Einsatzkräfte.Silke Gorißen (CDU) besuchte die Einsatzkräfte am FreitagQuelle: Federico Gambarini/dpa16:29 Uhr – Freitag, 14. AugustMehrere Häuser bei Waldbränden in England zerstörtAuch in England ringen Einsatzkräfte mit mehreren Waldbränden. Tausende Notrufe gingen bislang allein wegen unterschiedlicher Brände in den West Midlands ein, mehrere Häuser wurden dort von den Flammen zerstört oder schwer beschädigt. Den derzeit größten Brand in der Region in der Stadt Stourbridge bezeichnete der lokale Feuerwehrchef Simon Tuhill als einen der „schwerwiegendsten“ Vorfälle, mit denen die Feuerwehr dort jemals konfrontiert gewesen sei. Er sprach von „umfangreichen“ Zerstörungen. Die Einsatzkräfte bekämpften die Flammen in verschiedenen Gebieten gleichzeitig, hieß es am Morgen in einer Mitteilung der Feuerwehr. Dabei mache man Fortschritte. 14 Löschfahrzeuge seien weiterhin vor Ort, um unter anderem Glutnester zu bekämpfen und die Gefahr eines erneuten Aufflammens im Blick zu behalten.Stourbridge, England: Drohnenaufnahme von ausgebrannten HäusernQuelle: Temilade Adelaja/REUTERSsaha/ll/jho mit dpa/AFP