Felix Banaszak ist wenige Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt unterwegs, um seine Partei im Wahlkampf zu unterstützen. In Magdeburg verteilt der Bundesvorsitzende der Grünen dafür zwei Stunden Döner zum halben Preis. Er sagt, für die Grünen sei im Osten „sehr viel mehr zu holen, als man manchmal gedacht hat“. Vor der Dönerbude zeigt sich allerdings auch, wie schwer es für die Partei ist, über das eigene Milieu hinauszukommen.
Denn viele, die an diesem Mittag vor und in dem Laden sitzen, müssen von den Grünen nicht mehr überzeugt werden. Parteihüte und T-Shirts sind zu sehen, Wahlkampfhelfer verteilen Flyer. Einige Unterstützer sind eigens aus anderen Bundesländern angereist.
Zwei Frauen kommen aus Potsdam, eine weitere aus Baden-Württemberg. Sie wolle für ein Wochenende beim Wahlkampf in Sachsen-Anhalt helfen. In Berlin, wo sie zuvor gewesen sei, könnten die Grünen das schließlich auch allein stemmen. In Magdeburg, wo die Partei hofft, über die Fünf-Prozent-Hürde zu kommen, werde sie eher gebraucht.
Für die Grünen sei „sehr viel mehr zu holen“
Dazwischen kommen immer wieder Menschen vorbei, die mit der Partei wenig oder gar nichts zu tun haben. Ein Mann in weißem Hemd mit Kontrastknöpfen ist in seiner Mittagspause eher zufällig dort und isst allein an seinem Tisch. Auch eine Familie, mit der die Verständigung auf Deutsch schwierig ist, sitzt für sich. Eine junge Frau mit schwarz gefärbten Haaren und knappem schwarzem Outfit bestellt zum Mitnehmen. Mit Banaszak redet sie nicht viel. Über den günstigen Döner freuen sich alle.














