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Von 1961 bis zum Jahr 2011 gab es in Deutschland den Zivildienst, als Alternative zur Wehrpflicht. Hier erzählen neun Männer von ihren Erfahrungen als Zivis.
Zivildienst war eine der sinnvollsten Sachen, die ich je gemacht habe. Damals stand man mit Lichterketten im Bonner Hofgarten, glaubte an den ewigen Frieden und wollte die Landesverteidigung abschaffen. Joseph Beuys, den ich bewunderte und viele Jahre später spielen würde, sang mit BAP zusammen im Bonner Loch: »Wir wollen Sonne statt Reagan / ohne Rüstung leben.«
Den Dienst an der Waffe habe ich verweigert, weil er mir überflüssig erschien und weil ich keinen Bock hatte, stundenlang im Quadrat zu marschieren, wie es ein nie ganz entnazifizierter Sportlehrer Anfang der Achtzigerjahre noch von mir verlangte. Heute würde ich das aufgrund der mangelnden Wehrfähigkeit und der Bedrohungslage vermutlich anders sehen. Heute wünsche ich mir auch wieder Atomwaffen zur Abschreckung.








