Zivildienst hat viele Vorteile: Junge Männer leisten Care-Arbeit und erweitern ihren Horizont. Trotzdem sollte er nicht wiedereingeführt werden.
Zivildienstleistende üben im Jahr 2000 untereinander mit Rollstühlen in der Zivildienstschule Barth das richtige Handling
Bernd Wüstneck/dpa/picture alliance
D er Vorschlag der Bundesregierung, den Zivildienst wieder einzuführen, ist komplett abzulehnen. Wer noch vor der Aussetzung der Wehrpflicht 2011 Ersatzdienst geleistet hat, erinnert sich oft gern zurück: durchfeierte Nächte und viel Schabernack. Was Zivis auch trieben, rausschmeißen konnte man sie nicht, erinnert sich ein Ex-Zivi im Gespräch mit der taz nostalgisch. Es war schließlich ein Pflichtdienst.
Während die einen in Altenheimen und andere in Krankenhäusern tätig waren, wurde dieser Mann in einer Tagesstätte für Kinder mit Behinderung eingesetzt. Dort beaufsichtigte er unter anderem einen 6-jährigen Autisten, was den damals 18-Jährigen erklärtermaßen deutlich überforderte. Doch die ausgebildeten Hauptamtlichen, die unter permanentem Personalmangel litten, hätten die besonders anstrengenden Kinder gern den Zivis aufgedrückt. Aber er habe viel gelernt, betont er.












