Stand: 14.08.2026 • 11:37 Uhr
Nach dem Erdbeben in Kolumbien leisten Freiwillige das, was an staatlicher Hilfe fehlt. Präsident de la Espriella lässt nur ausgewählte ausländische Helfer ins Land - wenn die politische Richtung stimmt.
Von Christina Fee Moebus, ARD Studio-Mexiko
Mit bloßen Händen gräbt Paula Campos in einem Trümmerberg, der einst ein achtstöckiges Hotel war. Zusammen mit Dutzenden weiteren Freiwilligen sucht sie seit Stunden unermüdlich nach Überlebenden. 13 Menschen sollen in dem Gebäude gewesen sein, als das Erdbeben am Montagmorgen Ortszeit hier im westkolumbianischen Pereira zuschlug.
"Wir bilden Menschenketten, um die Trümmer so schnell wie möglich zu beseitigen. Je mehr wir sind, desto besser - und desto eher können wir die darunter Verschütteten erreichen", berichtet Campos. "Wir glauben, dass sich noch Menschen lebend unter den Trümmern befinden. Wir werden die Hoffnung nicht aufgeben." Deshalb seien die Helfer bereit, rund um die Uhr durchzuarbeiten. Egal, wie lange es dauern würde.











