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Autoindustrie: Mitarbeiterzahl sinkt auf den niedrigsten Stand seit 2005 Die deutschen Autohersteller und Zulieferer streichen massiv Stellen. Das macht sich auch in der offiziellen Statistik bemerkbar. Die Branche bleibt aber ein wichtiger Arbeitgeber.

VW-Mitarbeiter in Emden: Zahl der Beschäftigten sinkt. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpaBerlin. Die deutsche Industrie hat auch im ersten Halbjahr 2026 viele Stellen abgebaut – vor allem in der Autobranche. Im Verarbeitenden Gewerbe wurden Ende Juni noch 5,29 Millionen Beschäftigte gezählt und damit 144.100 oder 2,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. „Besonders betroffen ist die Automobilindustrie“, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Dort arbeiteten 42.300 weniger Beschäftigte als noch ein Jahr zuvor. Das entspricht einem Rückgang von 5,8 Prozent. Dieser fiel damit so hoch aus wie in keiner anderen großen Industriebranche mit mindestens 200.000 Mitarbeitern.Mit 691.500 sank die Zahl der Beschäftigten in der Automobilindustrie auf einen weiteren Tiefstand: „Seit 2005 waren noch nie weniger Menschen in der Branche beschäftigt“, erklärten die Statistiker. Dennoch bleibe die Automobilindustrie gemessen an der Beschäftigtenzahl die zweitgrößte Industriebranche.Nummer eins ist der Maschinenbau mit 905.900 Mitarbeitern, trotz eines Rückgangs um 2,7 Prozent im ersten Halbjahr. Auch die Metallerzeuger (minus 3,8 Prozent auf 471.700), die chemische Industrie (minus 3,6 Prozent auf 312.000) sowie die Hersteller von elektrischer Ausrüstung (minus 3,4 Prozent auf 374.500) kommen mit weniger Mitarbeitern aus.Innerhalb der Automobilindustrie haben die Autohersteller sowie die Zulieferer von Teilen und Zubehör Stellen abgebaut. Bei den Zulieferern von Karosserien, Aufbauten und Anhängern nahm hingegen die Zahl der Beschäftigten zu.Die exportabhängige Industrie steht von mehreren Seiten unter Druck. Ihr wichtigster Kunde – die USA – hat unter ihrem Präsidenten Donald Trump hohe Importzölle verhängt, die die Nachfrage nach Waren „Made in Germany“ drücken. China wiederum stellt inzwischen viele Produkte her, die früher aus Deutschland importiert wurden – etwa Autos und Maschinen.Die Folge: Die deutschen Exporte in die Volksrepublik brachen in den ersten sechs Monaten um mehr als zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf nur noch knapp 37 Milliarden Euro ein, während das US-Geschäft um rund sechs Prozent auf gut 74 Milliarden Euro schrumpfte. dpa Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt