In der deutschen Autoindustrie arbeiten so wenige Menschen wie seit 2005 nicht mehr. Laut dem Statistischen Bundesamt sind allein innerhalb des letzten Jahres 42.300 Arbeitsplätze verschwunden, die Beschäftigtenzahl sank zum Ende des ersten Halbjahres 2026 auf 691.500. Doch der historische Tiefstand bildet einen großen Teil der angekündigten Einschnitte noch nicht ab.„Die Lawine hat noch längst nicht ihre volle Größe, sondern fängt erst an zu rollen“, warnt Ferdinand Dudenhöffer, Gründer des Center for Automotive Research (CAR) in Bochum, auf Anfrage der Berliner Zeitung. Die nächsten Jahre würden „bitter“. Selbst wenn es gut laufe, werde die deutsche Autoindustrie bis 2030 auf nur noch rund 500.000 Beschäftigte schrumpfen – und auch danach sei kein Ende des Abbaus erkennbar.
Dudenhöffer mahnt: „Wir verlieren in Deutschland auch das ‚Gehirn‘ des Autos.“
Die bereits bekannten Sparprogramme dürften sich erst nach und nach in der Statistik niederschlagen. Der Branchenverband VDA rechnet bis 2035 mit dem Verlust von insgesamt 225.000 Arbeitsplätzen in der deutschen Autoindustrie. Volkswagen, BMW, Porsche und zahlreiche Zulieferer wollen über mehrere Jahre hinweg Zehntausende Stellen abbauen. Ein großer Teil dieser Einschnitte ist in den aktuellen Beschäftigtenzahlen noch nicht enthalten.










