PfadnavigationHomeWirtschaftBranche in der KriseLage der Autoindustrie verschärft sich – so wenige Jobs wie noch nie seit 2005Stand: 10:16 UhrLesedauer: 2 MinutenEin Fahrzeug vom Typ ID.4 im VW-Werk in EmdenQuelle: Hauke-Christian Dittrich/dpaEs ist der niedrigste Beschäftigungsstand seit mehr als 20 Jahren: Die deutsche Autobranche hat im ersten Halbjahr 42.300 Stellen verloren.Die deutsche Industrie hat auch im ersten Halbjahr ⁠2026 viele Stellen abgebaut – vor allem in der Autobranche. Im Verarbeitenden Gewerbe wurden Ende Juni noch 5,29 Millionen Beschäftigte gezählt und damit 144.100 ⁠oder 2,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. „Besonders betroffen ist die Automobilindustrie“, ‌teilte das Statistische Bundesamt ​am Freitag mit. Dort arbeiteten ‌42.300 weniger Beschäftigte als noch ein Jahr zuvor. ​Das entspricht einem Rückgang von 5,8 Prozent. Dieser fiel damit so hoch aus ​wie in keiner anderen großen Industriebranche mit mindestens 200.000 Mitarbeitern.Mit 691.500 sank die Zahl der Beschäftigten in der Automobilindustrie auf ​einen weiteren Tiefstand: „Seit 2005 waren noch nie weniger Menschen in der Branche beschäftigt“, erklärten ‌die Statistiker. Dennoch bleibe die Automobilindustrie gemessen an der Beschäftigtenzahl die zweitgrößte Industriebranche.Nummer eins ist der Maschinenbau mit 905.900 Mitarbeitern, trotz eines Rückgangs um 2,7 Prozent im ersten Halbjahr. Auch die Metallerzeuger (-3,8 Prozent auf 471.700), die chemische Industrie (-3,6 Prozent auf 312.000) sowie die Hersteller von elektrischer Ausrüstung (-3,4 Prozent ⁠auf 374.500) schrumpfen ihre Belegschaft.Innerhalb der Automobilindustrie haben die Autohersteller sowie die Zulieferer von Teilen und ‌Zubehör Stellen abgebaut. Bei den Zulieferern von Karosserien, Aufbauten und Anhängern nahm hingegen die Zahl ‌der Beschäftigten zu.Exporte nach China und in die USA deutlich zurückgegangen Die exportabhängige Industrie steht von mehreren Seiten unter ‌Druck. Ihr wichtigster Kunde, die ⁠USA, hat ⁠unter ihrem Präsidenten Donald Trump hohe Importzölle verhängt, die die Nachfrage ‌nach Waren „Made in Germany“ drücken. Lesen Sie auchChina wiederum stellt inzwischen viele Produkte her, die früher aus Deutschland importiert wurden – etwa Autos und ​Maschinen. ​Die Folge: Die deutschen Exporte in die Volksrepublik brachen in den ersten sechs Monaten um mehr ⁠als zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf nur noch knapp 37 Milliarden Euro ein, während das US-Geschäft um rund sechs Prozent auf ​gut 74 Milliarden Euro schrumpfte.rtr/jho