Exklusiv

Stand: 14.08.2026 • 08:43 Uhr

Hat Finanzbeamtin Daniela P. der Traditionsbank MM Warburg geholfen, zu Unrecht vereinnahmtes Steuergeld erstmal zu behalten? Das Oberlandesgericht Köln hat den Fall nach Informationen des WDR zur Hauptverhandlung zugelassen.

Der Beschluss vom 10. August ist 30 Seiten lang - und dürfte weit über die Justiz in NRW hinaus Wellen schlagen. Das Oberlandesgericht (OLG) Köln hat nach Informationen des WDR entschieden, dass die Hamburger Cum-Ex-Affäre rund um die Traditionsbank MM Warburg nun doch vor Gericht kommt. Konkret geht es in dem Fall um die Hamburger Finanzbeamtin Daniela P. und die Frage, ob die Staatsdienerin der Warburg-Bank geholfen hat, 90 Millionen Euro zu Unrecht vereinnahmtes Steuergeld erstmal behalten zu dürfen.

Genau diesen Verdacht sieht die Staatsanwaltschaft Köln und hat Anklage gegen Daniela P. wegen "Beihilfe zur Steuerhinterziehung" beim Bonner Landgericht eingereicht. Das hatte die Anklage aber nicht zugelassen, wogegen die Staatsanwaltschaft Beschwerde einlegte. Nun hat das OLG Köln die Anklage zur Hauptverhandlung zugelassen und vor der 15. großen Strafkammer des Landgerichts Bonn eröffnet.