Wenn es im Sommer heiß ist, wird der Schlaf schlechter. Das kann psychisch krank machen. Wie immer können sich Reiche besser vor der Hitze schützen.
E s ist zu heiß. Sogar zu heiß zum Schlafen. Unter der Bettdecke zerfließt man. Ohne ist es zu ungemütlich. Und auch wenn das Fenster nachts sperrangelweit offensteht, man den Straßenlärm mit Ohrstöpseln auszublenden versucht, staut sich die Hitze so sehr, dass das Schlafzimmer trotzdem einfach nicht abkühlen will.
Die Hitze raubt uns den Schlaf und den letzten Nerv. Stürzt die Klimakrise uns nun alle in die Sommerdepression? Vielleicht nicht uns alle. Doch gerade für diejenigen, die sich weniger gut vor Hitze schützen können, bedeuten das ein immens erhöhtes Risiko, psychisch zu erkranken. Und das sind, wie so oft, Menschen die von Armut betroffen sind.
Aber einen Schritt zurück: Warum ist Schlafentzug in diesen tropischen Nächten so ein Problem? Ist es zu heiß, können wir nicht einschlafen. Denn beim Einschlafen gibt der Körper Wärme ab, um unsere Körpertemperatur zu senken. Dafür muss es kühl genug sein.
Und: Bei Hitze haben wir weniger Tiefschlaf und REM-Schlaf. Die beiden sind für Erholung und die Verarbeitung der Erlebnisse des Tages besonders wichtig. Wir schlafen also später ein und nicht tief genug. Das hat Konsequenzen für unsere körperliche Gesundheit, zum Beispiel geht das mit einem erhöhten Risiko für Bluthochdruck, Infektionen oder Diabetes einher. Aber auch mit einem erhöhten Risiko für Depressionen.










