Vor 65 Jahren wurde Berlin durch den Bau der Mauer geteilt. Bei einer Gedenkveranstaltung zum Jahrestag warnen CDU-Politiker vor einer Verklärung der DDR.
Schatten und Verklärung: Kunstinstallation am Brandenburger Tor zum Jahrestag des Mauerbaus
Jens Kalaene/dpa
Es ist eine Stimme vom Band, die am Donnerstag durch die kleine Kapelle an der Gedenkstätte Berliner Mauer hallt: „Die 7.000 Westberliner müssen nun sehen, wie sie ohne ihren Pfarrer fertig werden.“ Es sind die Worte von Pfarrer Jörg Hildebrandt, der hier im September 1961 in der damaligen Versöhnungskirche kurz nach dem Bau der Berliner Mauer seine letzte Predigt hielt. Nur wenig später war die Kirche dann auch für Ostberliner nicht mehr zugänglich, denn das Gebäude aus rotem Backstein stand mitten im Todesstreifen. Mitte der 80er wurde die Versöhnungskirche dann gesprengt.
Heute steht auf ihrem Fundament die ovale Kapelle der Versöhnung, in der nun 65 Jahre nach dem Mauerbau die Gedenkveranstaltung zum Jahrestag stattfindet. Neben Politikern sitzen im Publikum auch der Sohn des damaligen Pfarrers – der Journalist Jörg Hildebrandt und die beiden Enkeltöchter.










