Stand: 13.08.2026 • 07:26 Uhr

Am 13. August 1961 begann die DDR-Führung, die Berliner Mauer zu errichten. Bundestagspräsidentin Klöckner mahnt eine Erinnerungskultur an, Kulturstaatsminister Weimer warnt vor einer Verharmlosung der DDR-Diktatur.

Mit Gedenkveranstaltungen, Ausstellungen und einer Kunstinstallation am Brandenburger Tor wird in Berlin an den Mauerbau erinnert, der heute vor 65 Jahren begann. Zur zentralen Veranstaltung an der Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße wird auch Bundestagspräsidentin Julia Klöckner erwartet.

"Gerade für junge Menschen, für die die DDR immer weiter in die Geschichte rückt, müssen wir diese Erinnerung wachhalten", sagte die CDU-Politikerin bereits gestern. Die "Freiheitsideen", die 1989 zum Fall der Berliner Mauer führten, seien "in Gefahr - nicht durch Stacheldraht, sondern durch Gleichgültigkeit und Desinteresse." Die Entscheidung für Freiheit und Demokratie müsse jede Generation neu treffen.

Klöckner rief dazu auf, die besonderen Erfahrungen der Ostdeutschen mit der deutschen Teilung und der darauf folgenden Vereinigung zu respektieren. "Für Ostdeutsche änderte sich mit der Einheit alles", erklärte sie. "Manche Erfahrungen wirken bis heute nach. Wer sie verstehen will, muss bereit sein, zuzuhören."