Vor 65 Jahren errichtete die DDR-Führung rund um West-Berlin die Mauer. Das ist kein Feiertag für die Stadt, die 38 Jahre warten musste, bis die Trennung am 9. November 1989 endete. 140 Menschen kamen beim Versuch ums Leben, die massiven Sperranlagen – Mauer, Stacheldraht, Minenstreifen, Selbstschussanlagen – zu überwinden.
Berlin begeht den 13. August als Tag des Gedenkens. Für das kleine Jubiläum in diesem Jahr holen die Verantwortlichen das Erinnern an den Ort, der symbolisch wie kein anderer von Teilung und Wiedervereinigung kündet: Am Brandenburger Tor steht in den kommenden Tagen ein „temporärer Gedenkort“, bestehend aus einer Ausstellung und einer grauen Mauer, die Wundersames bewirkt – eine Kunstinstallation, die kompakt und dicht erscheint, doch kann man durch sie hindurchsehen.
Eine „schreckliche Zäsur“
Zur Eröffnungs-Pressekonferenz führte Axel Klausmeier, Direktor der Stiftung Berliner Mauer, den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner und Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (beide CDU) durch die Ausstellung „Mauerblicke 1961–1990“ und erläuterte deren Ziel: viel Message, großformatige Bilder, Schlüsselmomente, wenig Text. Sie richte sich an die vielen Menschen, die an diesem Ort vorbeikommen, auch an die Touristen.











