Für Israel ist es bitter. Solange das Land in Kriege verwickelt ist, wird es keinen ESC ausrichten dürfen. Zumindest die Teilnahme ist gesichert.
Burgas statt Tel Aviv, der ESC lässt ein wenig Haltung erkennen
Elena Lalowa/dpa
I sraelische Freunde und Freundinnen wird es nicht freuen, dass die European Broadcasting Union (EBU), das Netzwerk öffentlich-rechtlicher Medienanstalten, eine Regel für den Eurovision Song Contest, verändert hat. Und zwar eine, die wesentlich aktuell mit Israel zu tun hat. Schon im kommenden Jahr im bulgarischen Burgas mit dem Grand Final am 15. Mai, gilt nicht mehr, dass ein Sender des Siegerlandes automatisch das Recht auf die in jeder auch ökonomisch kostspieligen Hinsicht prestigeträchtige Austragung des nächstjährigen ESC hat.
Israels KünstlerInnen sind in den vergangenen Jahren stets nur knapp an einem Sieg vorbeigeschlittert. Dieses Jahr in Wien landete der Sänger Noam Bettan auf dem zweiten Platz, genau wie im Vorjahr Yuval Raphael. Für die EBU wäre ein israelischer Sieg ein Alptraum: Schon in diesem Jahr hatten sechs ESC-Länder auf die Teilnahme in Wien verzichtet. Zu stark war der antizionistische Druck in ihren Ländern, Israels Teilnahme am ESC überhaupt für akzeptabel zu halten.






