PfadnavigationHomePanoramaEurovision Song ContestStreit um Israel beim ESC – Veranstalter plant Online-VotumVeröffentlicht am 25.09.2025Lesedauer: 2 MinutenMusikfans halten israelische Fahnen beim Eurovision Song Contest 2025Quelle: Jens Büttner/dpaDie Europäische Rundfunkunion lässt über Teilnehmer des ESC 2026 Anfang November in einer außerordentlichen Online-Sitzung abstimmen. Vorausgegangen war eine Debatte um die Teilnahme Israels. Der israelische Sender KAN reagiert mit einer Stellungnahme.Im Streit um die Teilnahme Israels am Eurovision Song Contest (ESC) 2026 beruft der Veranstalter, die Europäische Rundfunkunion (EBU), eine virtuelle Sondersitzung der Mitglieder ein. Dabei soll im November eine Abstimmung über die Teilnahme erfolgen. Israel wird allerdings in der Stellungnahme nicht erwähnt.„Wir können bestätigen, dass der Vorstand der Europäischen Rundfunkunion einen Brief an die Generaldirektoren aller unserer Mitglieder geschickt hat, in dem er sie darüber informiert, dass eine Abstimmung über die Teilnahme am Eurovision Song Contest 2026 im Rahmen einer außerordentlichen Sitzung der EBU-Generalversammlung stattfinden wird, die Anfang November online abgehalten wird“, teilte die EBU auf Anfrage mit. „Derzeit haben wir nichts Weiteres hinzuzufügen.“ Der nächste ESC findet 2026 in Wien statt. Lesen Sie auchÜber die geplante Abstimmung hatte zuvor die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtet. Sie zitierte aus dem Brief an die Mitglieder. Darin werde auf die „beispiellose Meinungsvielfalt“ der EBU-Mitglieder bezüglich der Teilnahme Israels Bezug genommen, wie die APA berichtet. Weil keine einvernehmliche Position zu erreichen sei, setze man auf eine breitere, demokratische Entscheidungsgrundlage in einer Abstimmung, bei der alle Mitglieder eine Stimme haben sollen, zitiert die APA weiter aus dem Schreiben.Die israelische Rundfunkanstalt KAN veröffentlichte als Reaktion auf die Abstimmung eine Erklärung. KAN hofft, „dass der Eurovision Song Contest seine kulturelle und unpolitische Identität weiterhin bewahren wird“. Der Sender nannte einen möglichen Ausschluss Israels von dem Wettbewerb „besonders beunruhigend“. Und weiter: „Ein solcher Schritt könnte weitreichende Auswirkungen auf den Wettbewerb und die Werte haben, für die die EBU steht.“2024 und 2025 hat es wegen des Gaza-Kriegs teils israelfeindliche Straßenproteste gegen die Teilnahme Israels gegeben. Mehrere Länder haben inzwischen angekündigt, beim Wettbewerb 2026 nicht teilzunehmen, wenn Israel nicht ausgeschlossen wird. Der Gaza-Krieg hatte mit dem beispiellosen Überfall von Terroristen der Hamas und anderer Gruppierungen auf das israelische Grenzgebiet begonnen.Lesen Sie auchHinweis: Wir haben den Artikel um die Stellungnahme von KAN ergänzt.dpa/jho