Für deutsche Unternehmen wird das Geschäft in Yuan, oder Renminbi, künftig einfacher: Erstmals können sie dafür auf eine nicht chinesische Clearingbank in Europa zurückgreifen. Die neue Rolle der Deutschen Bank kann Zahlungswege vereinfachen, den Aufwand für Währungsabsicherung reduzieren und es Firmen erleichtern, China-Geschäfte am US-Dollar vorbei abzuwickeln. Möglich macht das eine Entscheidung der chinesischen Zentralbank, die die Deutsche Bank Anfang dieser Woche zur ersten nicht chinesischen Renminbi-Clearingbank Europas ernannt hat. Der Schritt fügt sich in Pekings Strategie ein, den Yuan international zu stärken und die Dominanz des Dollars zurückzudrängen.

Deutsche Bank als Yuan-Clearingbank: Was sich beim China-Geschäft tatsächlich ändert

Obwohl Deutschland seine wirtschaftliche Abhängigkeit von China verringern will, bleibt China einer seiner wichtigsten Handelspartner. Rund 5000 deutsche Unternehmen sind bereits in China aktiv – von Volkswagen und Siemens bis zu zahlreichen Mittelständlern. Der potenzielle Nutzerkreis ist allerdings größer: Auch Firmen ohne eigene China-Präsenz, die von Deutschland aus dorthin exportieren oder Waren und Vorprodukte von dort beziehen, können Yuan-Zahlungen nutzen.