Die Aufregung auf Grönland war groß, die zum dänischen Königreich gehörende Insel steht schließlich seit Langem im Zentrum weltpolitischer Machtspiele. Trotzdem darf das Material erst mal bleiben, schließlich habe man eine Verlängerung der Aktivitäten in Nunap Qeqqa ja beantragt.Doch mit einer schnellen Genehmigung für Explorationsbohrungen und weitere Aktivitäten wird es nun erst mal nichts.Die grönländische Firma White Flame Energy A/S, eine Tochter des britischen Mutterkonzerns 80 Mile, der wiederum ein Joint Venture mit Greenland Energy ist, muss sich weiter gedulden, wie die grönländische Regierung Naalakkersuisut mitteilt . Man gehe davon aus, dass die von White Flame Energy geplanten Bohrarbeiten »im Winter 2026/2027 nicht durchgeführt werden können«. Hintergrund: »Das erforderliche behördliche Verfahren kann nicht rechtzeitig abgeschlossen werden, sodass die notwendigen Genehmigungen nicht zum geplanten Bohrbeginn vorliegen werden.«
In Nunap Qeqqa auf Ostgrönland, auch Jameson-Land-Gebiet genannt, werden große Rohstoffvorkommen vermutet. Das Becken ist laut 80 Mile bislang nicht erschlossen. Das Unternehmen in London zeichnet besonders für die Genehmigungsverfahren verantwortlich. Greenland Energy mit Sitz in Denver wiederum hatte angegeben, nach zwei Bohrungen perspektivisch 70 Prozent der Anteile an dem Projekt zu bekommen. Es kümmere sich um Vorbereitungen, Logistik und die Koordination des Projekts.Bei 80 Mile zeigte man sich enttäuscht über den Rückschlag, trotzdem sei das Unternehmen »weiterhin voll und ganz für die Weiterentwicklung des vielversprechenden Projekts«, teilte es dem Sender DR zufolge mit. Das Unternehmen kann demnach frühestens nächstes Jahr auf eine Genehmigung hoffen, wie es unter Berufung auf grönländische Medien heißt.














