Wissenschaftler des Surrey Space Centre (SCC) an der Surrey University haben die Einflüsse von extremen Weltraumwetterereignissen auf den Flugverkehr in typischen Reiseflughöhen untersucht. Dabei haben sie festgestellt, dass die dabei entstehende Strahlenbelastung so stark ansteigen kann, dass sie die Bordelektronik stört. Das kann sich auf die Flugsicherheit auswirken.
Die bei Sonnenaktivitäten auftretende Strahlenbelastung kann trotz schützender Atmosphäre starke Auswirkungen auf kommerzielle Flüge haben. Die hochenergetischen Teilchen aus dem Weltraum können die zunehmend empfindlicheren Bordinstrumente von Flugzeugen, die in Höhen zwischen 8 und 14 km operieren beeinträchtigen. Die Forschungsergebnisse haben die Forscher in der Studie „Assessment of impacts to aviation radiation by extreme space weather events and new atmospheric radiation scales“ zusammengefasst, die im Journal of Space Weather and Space Climate veröffentlicht ist.
Durch die Strahlenbelastung können Single-Event Upsets (SEUs) ausgelöst werden. Dabei handelt es sich um kleine Störungen, die durch Anhäufung kritische Systeme beeinträchtigen können. Die SCC-Wissenschaftler stellten fest, dass die Anzahl der SEUs in extremen Szenarien von einigen wenigen auf mehrere Tausend pro Stunde ansteigen können. Diese Störungen können gefährlicher werden als etwa Auswirkungen der erhöhten Strahlenbelastung, die auf die Besatzung und die Passagiere infolge von Extremereignissen einwirkt.







