PfadnavigationHomePodcastsAha!WISSENSCHAFTS-PODCASTSchlamm als Medizin: Was steckt dahinter?Stand: 10:51 UhrLesedauer: 3 MinutenQuelle: picture alliance/Zoonar/Elena SafonovaMoor, Fango oder Schlick gehören seit Jahrhunderten zu den klassischen Anwendungen in Kurorten und Heilbädern. Der Naturheilkundler Prof. André-Michael Beer erklärt, welche Unterschiede es zwischen den verschiedenen Naturstoffen gibt, wie sie wirken und für wen sie geeignet sind.Außerdem geht es in dieser Folge um die Frage: Hilft Anfeuern beim Sport wirklich?Hier können Sie die Folge direkt hören:Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:Moor, Fango, Schlick oder Schlamm werden häufig in einen Topf geworfen. Tatsächlich handelt es sich dabei jedoch um unterschiedliche Naturstoffe, die sich in ihrer Zusammensetzung und Wirkung unterscheiden. In Heilbädern und Kurorten werden sie seit vielen Jahren eingesetzt.Warum Schlamm nicht gleich Schlamm istMoor, Fango, Schlick und Schlamm gehören zur Gruppe der sogenannten Peloide – Naturstoffe, die als Bäder oder Packungen therapeutisch eingesetzt werden. Sie unterscheiden sich vor allem in ihrer Zusammensetzung. Während Schlick beispielsweise aus den Gezeitengebieten von Nord- und Ostsee stammt, enthält Moor vor allem Torf. Fango wiederum ist vulkanischen Ursprungs. Je nach Herkunft enthalten die Naturstoffe unterschiedliche Mengen an Mineralien, organischen Stoffen und Spurenelementen. Diese Unterschiede wirken sich auch auf ihre Anwendung aus. Schlick enthält unter anderem Salze, Magnesium oder Jod und wird häufig in Heilbädern an Nord- und Ostsee eingesetzt. Moor enthält dagegen unter anderem Huminsäuren und Gerbstoffe. Deshalb entfalten die verschiedenen Anwendungen nicht dieselben Effekte auf Haut und Gewebe.Bei diesen Beschwerden können die Anwendungen helfenFür einige Einsatzgebiete gibt es inzwischen gute wissenschaftliche Studien. Besonders gut untersucht sind Schlamm- und Mooranwendungen bei Kniearthrose, chronischen Rückenschmerzen, Morbus Bechterew oder Fibromyalgie. Die Anwendungen wirken entspannend und können Schmerzen lindern. Einen wichtigen Anteil daran hat die intensive Wärme, die tief ins Gewebe eindringt und dort unter anderem die Durchblutung fördert. Trotzdem eignen sich die Anwendungen nicht für jeden. Menschen mit Herzschwäche, akuten Entzündungen, offenen Wunden oder Thrombosen sollten darauf verzichten oder sich vorher ärztlich beraten lassen. Auch während einer Schwangerschaft oder bei bestimmten Krebserkrankungen ist Vorsicht geboten.Was sich auch zu Hause anwenden lässtEin klassisches Moor- oder Schlammbad lässt sich zu Hause kaum nachstellen. Dafür werden große Mengen der Naturstoffe benötigt, außerdem ist die Anwendung aufwendig. Einfacher sind kosmetische Produkte, etwa Schlick- oder Moormasken für die Haut. Auch dabei lohnt sich jedoch ein genauer Blick auf die Inhaltsstoffe. Schlick spendet vor allem Feuchtigkeit und lässt die Haut aufquellen, während Moor eher zusammenziehend wirkt. Welche Anwendung sinnvoll ist, hängt deshalb auch vom jeweiligen Hauttyp und dem gewünschten Effekt ab. Wer unsicher ist, kann sich in einem Heilbad oder bei entsprechend geschultem Fachpersonal beraten lassen.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.
Schlamm als Medizin: Was steckt dahinter? - WELT
Moor, Fango oder Schlick gehören seit Jahrhunderten zu den klassischen Anwendungen in Kurorten und Heilbädern. Doch was ist wissenschaftlich tatsächlich belegt? Der Naturheilkundler Prof. André-Michael Beer erklärt, welche Unterschiede es zwischen den verschiedenen Naturstoffen gibt.






