Der Hamburger Senat stellt die Fahrgastzahlen der U5 viel zu positiv dar, kritisiert eine Studie der Linken. Eine Stadtbahn wäre schneller – und günstiger.

In Bremen gehts doch auch: Straßenbahnen schaffen hier richtig viele Fahrgäste weg

Sina Schuldt/dpa

Viel Kritik, aber auch einen innovativen Vorschlag beinhaltet eine Studie, die Hamburgs Linke am Mittwoch veröffentlichte. Titel: „Alternative für eine Fortsetzung der U5 ab Borgweg“. Die U5 soll eines Tages von Hamburg Bramfeld aus in einem Bogen durch die Innenstadt bis hoch oben Osdorf in Hamburgs Westen führen. Die Verkehrsexperten Dieter Doege und Jens Ode analysierten im Auftrag der Fraktion heutige Fahrgastdaten und kommen zu dem Schluss, dass sich der Bau der U-Bahn gar nicht lohnt und die Stadt von stark übertriebenen Steigerungen ausgeht.

Doch die erste Teilstrecke der U5-Ost von Bramfeld bis zur City Nord ist längst im Bau. Deshalb schlagen die beiden vor, diesen Teil fertig zu bauen und ins bestehende Netz einzufädeln. Auf der übrigen Strecke könne man die U5 aber sein lassen und durch ein Netz von vier neuen Straßenbahnlinien ersetzen.