Er formte Chinas Aufstieg zur Wirtschaftsmacht: Der frühere chinesische Ministerpräsident Zhu Rongji ist tot. Er starb am Mittwoch in Peking im Alter von 97 Jahren, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.Zhu führte die chinesische Regierung von 1998 bis 2003. Er trug entscheidend dazu bei, dass die Volksrepublik China heute die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ist. Viele Weggefährten, darunter der einstige US-Außenminister Henry Kissinger oder Altbundeskanzler Helmut Kohl, schätzten Zhu. Für ein 2015 erschienenes Buch von Zhu schrieben beide das Vorwort.
Zhu prägte Chinas WirtschaftSelbst Jahrzehnte nach seiner aktiven Politikkarriere ist das Wirken von Zhu Rongji in China noch immer zu spüren. Ab Beginn der Neunzigerjahre stemmte er sich als Vizeministerpräsident und Zentralbanker gegen die grassierende Inflation. Mit seinem lösungsorientierten Vorgehen machte er sich in Peking einen Namen.
Zhu Rongji zu Besuch in Bonn, bei Kanzler Helmut Kohl im Jahr 1996
1998 erhob ihn die Partei zum Ministerpräsidenten. In seiner Amtszeit bis 2003 privatisierte er das staatliche Wohnungswesen und startete ehrgeizige Reformen in der Regierung, im Finanzwesen und in den Staatsbetrieben.










