Der Unterhaltungskonzern Paramount stellt laut Medienberichten die Weichen für einen Wegzug aus Kalifornien. Der Auslöser des Schritts soll eine Wettbewerbsklage gegen die geplante Übernahme des Rivalen Warner Brothers sein. Der Paramount-Verwaltungsrat habe den Beginn des Vorhabens ab dem 1. Oktober gebilligt, berichtete unter anderem die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen. Von Paramount gab es dazu zunächst keine Stellungnahme.

Den Berichten zufolge sprach Paramount-Chef David Ellison (43), dessen Familie US-Präsident Donald Trump (80) nahesteht, von einem auf fünf Jahre ausgelegten Plan, bei dem der Großteil der Jobs im Film- und TV-Bereich den Standort wechseln soll. Sollte die Warner-Übernahme gelingen, könne auch ein Studiogelände in Hollywood verkauft werden.Als ein potenzielles neues Zuhause würden unter anderem die Bundesstaaten Tennessee, Georgia und Texas in Erwägung gezogen, hieß es. Das sind alles Bundesstaaten, in denen die Republikanische Partei von Trump stark ist. Auch andere in Kalifornien ansässige Unternehmen, etwa der von Techmilliardär Elon Musk (55) geführte Autokonzern Tesla, verlegten in den vergangenen Jahren ihre Firmenzentrale in republikanisch geführte Bundesstaaten, die den Unternehmen eine freiere Hand und eine niedrigere Steuerlast versprechen.