Nachdem Finanzminister Lars Klingbeil im Rahmen der geplanten Einkommenssteuerreform der Bundesregierung Pläne ausgearbeitet hatte, denen zufolge zukünftig von Vereinen höhere Steuern verlangt werden würden, ist dieser Vorstoß nun gescheitert. Über das vergangene Wochenende waren Details der geplanten Reform öffentlich bekannt geworden, was für viel Kritik und Diskussion gesorgt hatte.
Besonders brisant war der Plan wegen seines Zeitpunkts. In wenigen Wochen wird in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt gewählt. Ausgerechnet mitten im Landtagswahlkampf brachte das von SPD-Chef Lars Klingbeil geführte Finanzministerium damit eine mögliche Mehrbelastung für Vereine ins Spiel. Diese Zeitung fragte deshalb bei den drei SPD-Landesverbänden nach, wie sie zu den Plänen ihres Bundesvorsitzenden stehen.
Eine klare Absage kommt aus Berlin. SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach teilte dieser Zeitung mit, er sei „absolut dagegen, Vereine steuerlich zu belasten“. Er erwarte von der Bundesregierung, dass die bisherigen Überlegungen nicht weiterverfolgt würden. Gerade Vereine seien wichtig, um der Spaltung im Land entgegenzuwirken und die Gesellschaft zusammenzuhalten. Die SPD-Landesverbände in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt äußerten sich auf Anfrage dieser Zeitung hingegen nicht.











