Nachdem Finanzminister Lars Klingbeil im Rahmen der geplanten Einkommenssteuerreform der Bundesregierung Pläne ausgearbeitet hatte, denen zufolge zukünftig von Vereinen höhere Steuern verlangt werden würden, ist dieser Vorstoß nun gescheitert. Über das vergangene Wochenende waren Details der geplanten Reform öffentlich bekannt geworden, was für viel Kritik und Diskussion gesorgt hatte.
Kritik kam unter anderem auch vom SPD-Landesverband Berlin. Wie der Spitzenkandidat Steffen Krach auf Anfrage dieser Zeitung mitteilte, sei er „absolut dagegen, Vereine steuerlich zu belasten“. Es sei zudem seine Erwartung an die Bundesregierung, dass die bisherigen Überlegungen nicht weiterverfolgt werden. Für ihn seien gerade Vereine wichtig, um der Spaltung im Land entgegenzuwirken und die Gesellschaft zusammenzuhalten. Die Landesverbände aus Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt äußerten sich auf Anfrage nicht zu dem Thema.
Klingbeil strich den Passus nun aus dem Entwurf, stellte jedoch gleichzeitig klar, dass es ihm nicht darum gegangen sei, kleine, ehrenamtliche Vereine unter Druck zu setzen. Vielmehr sei das Ziel der Reform gewesen Verbände und Vereine mehr in die Verantwortung zu nehmen, die wirtschaftliche Aktivitäten verfolgen. Er nehme daher die Kritik sehr ernst.











